Nähen mit Leder

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Leder gehört zu einem der ältesten Werkstoffe der Menschheit. Schon vor Tausenden von Jahren nutzten die Steinzeitmenschen die wärmenden und schützenden Eigenschaften dieses Materials. Heutzutage ist das Leder in seinen vielfältigen Variationen aus der Herstellung von Kleidung, Taschen oder Schuhen nicht mehr wegzudenken. Was Sie außerdem bei der Verarbeitung dieses Stoffes beachten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Geschichte des Leders

Es ist schwer nachzuvollziehen, wie die damaligen Menschen das Leder entdeckten. Experten nehmen an, dass die Jäger und Sammler der Steinzeit ein erbeutetes Tier restlos verbrauchen wollten. Sie experimentierten mit der Haut und fanden heraus, dass Öle das Leder weich und geschmeidig machten. Oder dass sich der Rauch des Lagerfeuers positiv auf das Material auswirkte. Schon früh verwendeten die Menschen Leder für ihre Kleidung und Schuhe, als Zeltbahnen und Wasserbehälter oder für Boote.

Erste Belege für die pflanzliche Gerbung stammen aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Verzierungen auf dem Sarkophag Tutanchamuns weisen darauf hin. Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen neue Methoden zur Gerbung und Färbung der Tierhäute. Dieses Handwerk war dabei stets mit Chemikalien und Gestank verbunden, sodass sich die Gerber oftmals am Stadtrand niederließen. Wenn Sie mehr über die Geschichte des Leders erfahren möchten, klicken Sie hier.

Anwendung und Verarbeitung von Leder

Am häufigsten werden Rindsleder, Schweinsleder und Lammleder verwendet. Lammleder eignet sich für leichte Freizeitjacken, Schweinsleder für günstige Lederbekleidung. Aus diesem Material können Sie Accessoires wie Gürteltaschen oder Kleidungsstücke wie Handtaschen, Jacken und Hosen nähen. Oder Sie nutzen den Stoff als modische Applikation in Form von Bändern und Schnüren.

Beim Zuschnitt sollten Sie darauf achten, dass Sie alle Schnittteile in der gleichen Laufrichtung schneiden. Die Laufrichtung liegt quer zum Fell, also entspricht der Lage der Rippen des Tieres. In der Laufrichtung lässt sich das Leder reißen. Bei Jacken oder Hosen ist diese Eigenschaft weniger bedeutend als bei Bändern und Gürtel, die möglichst reißfest sein sollen. Hier müssen Sie also in Laufrichtung zuschneiden.

Dünnes Leder können Sie mit normalen Nadeln der Stärke 80-90 nähen. Für dickeres Leder gibt es spezielle Ledernadeln für die Nähmaschine. Die Nähte sollten auch nicht mehr aufgetrennt werden. Im Gegensatz zu vielen Stoffen bleiben die Löcher sichtbar. Deshalb empfiehlt es sich, den Saum mit Kleber oder Tape anstatt mit Stecknadeln zu fixieren.

Bild: © istock.com/curtoicurto

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